Arbeitsplatten – von der Natur inspiriert

Arbeitsplatten prägen optisch den Gesamteindruck und müssen einiges aushalten: Ein echter Spagat in Bezug auf die Materialwahl für eine Küchenarbeitsplatte. Hilfe kommt aus der Natur, denn die liefert die perfekten Rohstoffe für die gesuchten Anforderungen.

Die Küche zu planen ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Innenraumgestaltung. Diese Mühe ist gut investiert, denn die Küche ist für viele Menschen das Herzstück ihres Zuhauses. Das gilt auch in der aus China stammenden Raumlehre „Feng Shui“, die die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung durch eine bestimmte Gestaltung der Wohn- und Lebensräume zum Ziel hat. Dort steht die Küche symbolhaft für Nahrung, Wohlergehen und Transformation. Allerdings treffen mit Feuer und Wasser auch zwei gegensätzliche Elemente aufeinander.

Wer letztlich die ergonomische Platzierung der Geräte, das beste Verhältnis von Schränken und Schubladen sowie die passenden Fronten und Griffe ausgetüftelt hat, steht vor der Wahl der Arbeitsplatte.

Hier lohnt es sich, nochmal die „Feng Shui“ Lehre zu Rate zu ziehen. Denn die Küche als Ort der Transformation, also der Essensvorbereitung und Umwandlung von rohen Nahrungsmitteln in Gekochtes, ist das entscheidende Kriterium für die Arbeitsplatte. Der chinesischen Raumlehre zufolge unterstützen natürliche Materialien den Transformations-Prozess.

Als beliebter Aufenthaltsraum, besonders mit integriertem Essbereich, profitieren Küchen von einem wohnlichen Ambiente. Die Flächen der Arbeitsplatte beanspruchen viel Platz und sollten daher unbedingt ein optisches Highlight setzten. Mit natürlichen Materialien wie Holz, Stein und Granit kann in dieser Hinsicht nichts schiefgehen. Doch wie steht’s mit der Robustheit? Überzeugen natürliche Materialien auch hier? Mit Hitze, Wasser, gelegentlichen Stößen sowie dem Kontakt mit Pflege- und Hygienesubstanzen kommen sie unterschiedlich gut zurecht.

Massiv- oder Echtholz

Holz spendet Wärme und Gemütlichkeit – optisch und durch seine unnachahmliche Haptik. Der zeitlose Charme von Arbeitsplatten aus Massiv- oder Echtholz entfaltet sich bei pfleglicher Behandlung mit den Jahren immer stärker. In Bezug auf Langlebigkeit eignen sich besonders harte Holzarten wie Eiche, Kirsche, Buche oder Nussbaum. Arbeitsplatten aus Massivholz sind abhängig von der Dicke der Arbeitsplatte und der Holzart meist teurer als Echtholz-Varianten. Bei diesen besteht tatsächlich nur die oberste Schicht aus Hartholz, die darunterliegende Trägerplatte aus einem anderen, meist günstigerem Holz. Farblich umfasst Holz viele Nuancen, von sehr hellem Braun wie bei Ahorn oder Buche über karamellfarbige Eiche bis hin zum eher dunklen Nussbaum-Holz.

Eine Arbeitsplatte aus Holz überzeugt nicht zuletzt mit einer guten Ökobilanz, denn langfristig verbautes Holz bindet CO2. Ganz unempfindlich ist Holz als Oberflächenmaterial allerdings nicht: Mit scharfen Messern und heißen Töpfen sollte die Platte eher nicht in Berührung kommen. Zum Schutz vor Wasser ist besonders auf eine optimale Versiegelung der Fugen rund um Spüle und Kochfeld zu achten.

Was bei Holzarbeitsplatten zählt und schützt, ist die gelegentliche Pflege, beispielsweise mit speziellen Ölen. Und: Holz darf zeigen, dass es benutzt wird, die natürliche Patina ist gerade auf der Küchen-Arbeitsplatte längst kein Makel mehr.

Naturstein-Arbeitsflächen

Wer eine Naturstein-Arbeitsplatte möchte, kann zwischen Marmor, Schiefer oder Granit wählen. Glatte Granit-Oberflächen bestechen mit ihrem unvergleichlich hochwertigen Look. Sie sind zeitlos und modern, mit urbanem Loft-Flair.

Farblich gibt es Granit in helleren oder dunkleren Ausführungen. Bei der Wahl der Farbe und Strukturierung des Materials sollte die Raumgröße mit einbezogen werden. In kleinen und nicht sehr hellen Küchen kann schwarzer oder grauer Stein zu mächtig wirken.

Granit punktet mit Robustheit: Flecken und Kratzer sind normalerweise kein Thema. Das macht Granit zu einer besonders hygienischen Arbeitsfläche. Allerdings ist der Verzicht auf chemische, essig- oder säurehaltige Pflegemittel besonders bei unbehandeltem Granit ratsam, um diesen nicht anzugreifen. Stattdessen lieber mit Steinöl polieren.

Marmor: Eleganz pur

Marmor ist die edelste Variante einer Naturstein-Arbeitsplatte, die es in unzähligen Farbtönen und Marmorierungen gibt. Von der Beschaffenheit her etwas weicher als Granit, ist er diesem in Sachen Robustheit etwas unterlegen. Mit Hitze und Wasser kommt Marmor aber gut zurecht, Vorsicht ist nur bei Säure geboten, egal ob in Lebens- oder Reinigungsmitteln.

Der Preis für eine Arbeitsplatte aus Marmor richtet sich nach Herkunftsland und Seltenheit und liegt meist etwas höher als für Granit.

Eindrucksvoller Schiefer

Ähnlich exklusiv ist Schiefer als Material für Küchenoberflächen. Sehr schlicht in der Anmutung passt sich Schiefer verschiedenen Einrichtungsstilen an: Er funktioniert sowohl in Kombination mit Landhausstil als auch mit Industrial Style.

Ob spaltrau, geschliffen oder gebürstet, als echtes Naturmaterial bringt Schiefer „Leben“ mit. Denn das sogenannte „Schiefern“ gehört zum natürlichen Alterungsprozess des Materials und kann zur Ablösung von kleinen Steinteilchen führen. Die so entstehende Patina wirkt charmant und zeigt die Natürlichkeit des Materials. Wichtig zu beachten: Messer mögen keinen Schiefer und umgekehrt, also nie direkt auf der Arbeitsplatte schneiden.

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